
ZORN, Günter:
Saure Nieren
Frankfurt am Main 2003, kt.,
285 S., 11,5 x 18 cm
ISBN 3-930612-73-9

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Saure Nieren
Jan Wolf hat sich nicht nur als Unternehmer selbständig gemacht, er hat nach seinen früheren Begegnungen mit Satô Masahisa, dem oyabun der Yakuza, den Entschluss
gefasst, nie mehr Detektiv zu spielen. Obwohl seine Firma viel versprechend anläuft, gibt es doch zu viele merkwürdige Ereignisse, die letztlich seinen guten Vorsatz vereiteln. Natürlich kann Jan Wolf nicht tatenlos zusehen, als sein japanischer Kollege Yamamoto Kôji durch finanzielle Schwierigkeiten in die Hände von Kredithaien gerät, die ihre Opfer zu nicht ganz freiwilligen Organspenden nötigen. Eine traditionelle japanische Hochzeitszeremonie, bei der Jan mit seiner Frau Anna zu den geladenen Gästen zählt, endet jäh mit dem Tod des Bräutigams. Die Todesursache ist zunächst unklar – bis die Mutter des Toten einen seltsamen Fund macht. Doch für einen immer
wahrscheinlicher werdenden Mord fehlt das passende Motiv. In der Folge stößt Jan Wolf bei seinen Recherchen auf seltsame Übereinstimmungen zweier Forschungsprojekte. Alles deutet darauf hin, daß hier eine Hightech-Erfindung plagiiert wurde. Wer aber ist das Opfer, wer der Täter? Als Jan kurz davor ist, die Drahtzieher des Mordes zu enttarnen, wird er selbst das Opfer eines Anschlags. Auch im dritten Jan Wolf-Krimi mit Schauplätzen wie Tôkyô, Ôsaka und Frankfurt am Main, erlaubt die packende Story wieder Seitenblicke auf das Spannungsverhältnis zwischen traditionellem und modernem Japan, auf Kunst wie auf Kulinarisches. |